StartseitePraxisinformationen - Der OrdnerZahnarztAusbildung NEUZFA/ZMF/ZMVJobbörsePatientenBZKPresse Login
BZK-Pfalz

Fortbildung
Fortbildungsprogramm 2017
Kursbuchungssystem (KBS)
StartseiteBezirkszahnärztekammer Pfalz     // Aktuelles
AktuellesPraxisinformationen - Der OrdnerZahnarztAusbildung NEUZFA/ZMF/ZMVJobbörsePatientenBZKPresse LoginLinksGaleriezurück

Bundeszahnärztekammer: Bericht der Bundesregierung zur GOZ liegt vor!

Bericht der Bundesregierung zu den Auswirkungen der Neustrukturierung und -bewertung der Leistungen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

 

2011, im Zuge der punktuellen Überarbeitung der GOZ, machte der Bundesrat seine Zustimmung zum Entwurf der Bundesregierung von der Anfügung des neuen § 12 GOZ abhängig. Mit dieser neuen Regelung wurde die Bundesregierung verpflichtet, die Auswirkungen der GOZ 2012 zu prüfen:

„Die Bundesregierung prüft die Auswirkungen der Neustrukturierung und –bewertung der Leistungen der Gebührenordnung für Zahnärzte. Sie berichtet dem Bundesrat bis spätestens Mitte des Jahres 2015 über das Ergebnis der Prüfung und die tragenden Gründe.“

 

Der Bericht der Bundesregierung, veröffentlicht als Bundesrats-Drucksache unter der Drucksachen-Nr. 387/15, liegt nun vor. Neben der Darstellung des Berichtsauftrages werden die finanziellen Auswirkungen der Novellierung berechnet, auf verschiedene Effekte rückgeführt und interpretiert. Darüber hinaus wird der Wunsch geäußert, die Entwicklung der GOZ dauerhaft zu beobachten.

Die Bundesregierung weist darauf hin, dass Ausgabenveränderungen für privatärztliche Leistungen oft nicht allein aus einer Änderung der Gebührenordnung, sondern aus einem komplexen Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Faktoren und Gegebenheiten resultieren.

Insgesamt sieht die Bundesregierung:

- keinen akuten Handlungsbedarf,

- eine Überschreitung der prognostizierten Kostensteigerung von 6 auf 9,2 Prozent,

- eine erfreuliche Nachfragesteigerung nach prophylaktischen Leistungen,

- einen erheblichen Rückgang analog abgerechneter Leistungen,

- die Notwendigkeit einer dauerhaften Beobachtung des Leistungsgeschehens nach der GOZ.

 

Auch die Vergütung zahnärztlicher Leistungen muss sich an der Kostenentwicklung orientieren

 

Der Bericht der Bundesregierung zieht folgende Bilanz zu den finanziellen Auswirkungen der neuen GOZ:

Errechnet wurde ein Anstieg des Honorarvolumens (inklusive Material- und Laborkosten von 5,2 Prozent) in 2012 von 9,4 auf 9,9 Mrd. Euro, bzw. von 5,5 auf 6 Mrd. Euro (ohne Material- und Laborkosten 9,2 Prozent). Zahlen dieser Größenordnung finden sich auch in den Publikationen der Kostenerstatter.

 

Die PKV trägt mit 225 Mio. Euro einen Teil der veränderten Honorare. 190 Mio. Euro werden über Zuzahlungen der privaten Haushalte getragen. Im Bereich der Mehrkostenvereinbarungen bei GKV-Versicherten wird ein Zuwachs von 7,7 Prozent gesehen (ohne PZR, Implantologie und unter Berücksichtigung eines deutlichen Mengenrückgangs). Die Bundesregierung macht jedoch deutlich, dass Ausgabenveränderungen nicht allein aus einer Änderung der Gebührenordnung, sondern aus einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren resultieren.

 

Die Honorarveränderungen werden, z.T. unvollständig, auf einen Preis-, Menge-, und Struktureffekt zurückbezogen:

Beim Preiseffekt wurden lediglich bei den direkt vergleichbaren umsatzstärksten Leistungen die Steigerungssätze verglichen.

Hinsichtlich des Mengeneffekts wird auf den Rückgang bei Zahnersatz und die stärkere Nutzung der Prävention hingewiesen.

Hinsichtlich des Struktureffekts wird insbesondere der Rückgang analoger Leistungen erwähnt.

 

Bewertung der Bundeszahnärztekammer

 

Die Berücksichtigung sachfremder und nicht mit § 15 Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde im Einklang stehender Beweggründe hat dazu geführt, dass die Zahnärzteschaft bei der Vergütung privatzahnärztlicher Leistungen seit Jahren von der wirtschaftlichen Entwicklung abgeschnitten war. Daran korrigiert der ausgewiesene Honorarzuwachs bei Privatleistungen um 9,2 Prozent nichts.

 

Hauptproblem der Novellierung im Jahr 2012 war und ist, dass der GOZ-Punktwert nicht an die Kostenentwicklung angepasst wurde. Der Punktwert hat die Funktion, den Wert der Punktzahlen im Preisgefüge anderer Dienstleistungen - ausgehend von der wirtschaftlichen Entwicklung - zu bestimmen.

Mit einer Verpflichtung zur regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der zahnärztlichen Vergütung kann es gelingen, dass der Punktwert die ihm zugewiesene Funktion erfüllt. Von daher begrüßt die BZÄK auch eine Verbesserung der Datengrundlagen zur weiteren Beobachtung der GOZ, jedoch kann eine Bewertung dieses Vorhabens ohne genauere Informationen zu den damit verfolgten Zielen nicht erfolgen.

 

Aufgrund der damaligen Zielsetzung hatte sich die BZÄK im Novellierungsprozess gegen § 12 der GOZ ausgesprochen: Der Bundesrat verknüpfte die Evaluation seinerseits mit der Überlegung, die Ergebnisse zum Anlass zu nehmen, ggf. höhere Zuwächse unreflektiert wieder abzuschneiden. Der jetzt vorliegende Bericht trennt zutreffend zwischen den Folgen der GOZ-Novelle und sonstigen Faktoren.

Die BZÄK wird daher auch weiterhin durch aktive Beteiligung die zwingend erforderliche regelmäßigere Anpassung der GOZ begleiten

Pressekontakt: Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: +49 30 40005-150,

E-Mail: presse@bzaek.de

 

Klartext 10/2015 zum download:

http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/klartext/15/150907_KT_10.pdf




 
Notdienst



Zahnärztliche Röntgenstelle

Aktualisierungskurse gemäß §18a RöV für Zahnärztinnen/Zahnärzte
2017

 

Aktualisierungskurse gemäß §18a RöV für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA)
2017




Nächste Fortbildungen für Zahnärzte

Mundschleimhautveränderungen - Leitliniengerechte Versorgung in der zahnärztlichen Praxis

 

Referent:

Dr. Dr. Oliver Thiele, Ludwigshafen
  

Termin:
Mittwoch, 10.05.2017


15:00-18:00 Uhr

Ort:
Zahnärztehaus Ludwigshafen
 

Online-Anmeldung

Inhalt






BZK Zahnärztehaus, Brunhildenstraße 1, 67059 Ludwigshafen | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung